Problem · Friese

Sattel für Friesen.

Der Friese vereint zwei anatomische Extreme, die für die Sattelfindung besonders herausfordernd sind: einen hohen, schmalen Widerrist und eine extrem breite, kräftige Schulterpartie.

Diese Kombination erzeugt widersprüchliche Anforderungen, die kein Standardsattel gleichzeitig erfüllen kann.

Woran Sie es erkennen

Der Sattel drückt auf den Widerrist oder liegt trotz weiter Kammer zu eng.

Eingeschränkte Schulteraktion – das Pferd zeigt verkürzten Tritt oder stolpert.

Der Sattel rutscht nach vorne oder kippt zur Seite.

Druckstellen im Widerristbereich oder an den Schulterblättern.

Das Pferd wirkt unter dem Sattel unzufrieden, obwohl es losgelassen gearbeitet wird.

Was tatsächlich dahintersteckt

Friesen haben einen hohen, oft schmalen Widerrist, der viel vertikalen Freiraum braucht. Gleichzeitig ist die Schulter sehr breit und muskulös, was eine weite Kammer erfordert. Diese beiden Anforderungen widersprechen sich bei Standardsätteln.

Eine weite Kammer gibt der Schulter Platz, lässt den Sattel aber auf den schmalen Widerrist sinken. Eine enge Kammer schützt den Widerrist, blockiert aber die Schulter.

Hinzu kommt der kurze, kräftige Rücken vieler Friesen mit einer starken Aufwölbung. Lange Sättel reichen in den Lendenbereich und verursachen dort Druck.

Warum Standardlösungen oft nicht reichen

Wechselkopfeisen allein

Verändern die Kammerweite, aber allein nicht die Widerristfreiheit. Ohne eine Konstruktion wie das WFS reicht die vertikale Freiheit bei Friesen fast nie aus.

Barocksättel

Oft breiter geschnitten, aber herkömmlich konstruiert – Widerristfreiheit hängt an der Kammerweite. Die individuelle Widerrist-Schulter-Kombination des Friesen wird selten getroffen.

Extra Widerristpolster

Hebt den Sattel an, verändert aber den Schwerpunkt und die Gesamtbalance. Keine nachhaltige Lösung.

Bespoke-Ansatz

Wie wir dieses Thema lösen.

Die Bespoke-Modelle sind so konstruiert, dass Widerristfreiheit und Schulterfreiheit gleichzeitig gewährleistet sind – ohne Kompromisse.

Das Wither Freedom System schafft vertikalen Freiraum über dem Widerrist, während die Kammerweite über das einstellbare Kopfeisen der breiten Schulter angepasst wird. Zwei Parameter, die bei herkömmlichen Sätteln gekoppelt sind, sind bei Bespoke unabhängig voneinander.

Bei der Modellwahl achten wir auf die kurze Auflagefläche, für die das WFS besonders ausgelegt ist; die Kissen werden der starken Rückenwölbung angepasst. Das Ergebnis: Ein Sattel, der die Widersprüche der Friesenanatomie auflöst.

Typischer Fall

Typisches Bild: Friese mit hohem Widerrist und breiter Schulter

Ein häufiges Muster: ein Friese mit sehr hohem, schmalem Widerrist und breiter, muskulöser Schulter. Mehrere Sättel – auch ausgewiesene Barocksättel – drücken entweder auf den Widerrist oder blockieren die Schulter.

Bei genauer Betrachtung zeigt sich: Der Widerrist ragt deutlich über die Rückenlinie. Gleichzeitig ist die Schulter so breit, dass selbst sehr weite Kammern knapp werden.

Ein Bespoke-Modell mit WFS, das Kopfeisen auf die breite Schulter eingestellt, kann beides berücksichtigen: Widerristfreiheit und Schulterfreiheit. Mit ausreichend Freiraum kann das Pferd die Schulter wieder frei nach vorn nehmen.

Fazit

Friesen sind majestätische Pferde mit einer Anatomie, die Standardsättel vor unlösbare Widersprüche stellt. Hoher Widerrist und breite Schulter gleichzeitig zu bedienen, erfordert eine Konstruktion, bei der Widerristfreiheit und Kammerweite unabhängig voneinander sind.

Wer seinen Friesen langfristig gesund und leistungsfähig reiten möchte, sollte die Sattelfrage nicht als Anpassungsproblem, sondern als Konstruktionsaufgabe verstehen.

Aus der Praxis der Sattelanpassung bei Pferden mit hohem Widerrist.

Häufige Fragen

Barocksättel sind breiter geschnitten, aber meist herkömmlich konstruiert. Die individuelle Kombination aus hohem Widerrist und breiter Schulter trifft auch ein Barocksattel selten exakt.

Nicht zwingend. Friesen mit moderatem Widerrist und durchschnittlicher Schulter können mit einem gut angepassten herkömmlichen Sattel auskommen. Bei extremer Anatomie ist eine Konstruktion wie das WFS mit einstellbarem Kopfeisen meist die zuverlässigste Lösung.

Über das einstellbare Kopfeisen, mit dem die Kammerweite unabhängig von der Widerristfreiheit angepasst wird. Bei herkömmlichen Sätteln sind diese Parameter gekoppelt – beim WFS nicht.

Bespoke beim Fachhändler

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