Problem · Kissing Spines
Sattel bei Kissing Spines.
Kissing Spines ist eine der häufigsten Rückenerkrankungen bei Pferden. Der richtige Sattel kann die Symptome deutlich lindern – der falsche sie massiv verschlimmern.
Dieser Artikel erklärt, worauf bei der Sattelpassform besonders zu achten ist.
Woran Sie es erkennen
Das Pferd zeigt Schmerzreaktionen beim Satteln oder Aufsitzen.
Deutliche Rückenempfindlichkeit, Buckeltendenzen.
Das Pferd geht nicht über den Rücken und vermeidet Schwung.
Verschlechterung der Symptome nach dem Reiten.
Was tatsächlich dahintersteckt
Bei Kissing Spines berühren oder überlagern sich die Dornfortsätze der Wirbelsäule. Jeder Druck von oben – durch den Sattel – kann die Schmerzen verstärken.
Ein zu enger Kanal, zu viel Druck auf die Wirbelsäulenregion oder eine falsche Schwerpunktlage im Sattel verschlimmern die Problematik.
Viele Pferde mit Kissing Spines entwickeln sekundäre Muskelverspannungen, die die Rückenform zusätzlich verändern.
Warum Standardlösungen oft nicht reichen
Breiterer Kanal allein
Mehr Kanalbreite hilft, aber ohne angepasste Druckverteilung verschiebt sich der Druck nur auf die Kissen.
Weiche Polsterung
Zu weiche Kissen sinken durch und übertragen den Druck wieder auf die Wirbelsäule.
Baumloser Sattel
Verteilt den Druck schlechter als ein gut konstruierter Baumsattel und kann bei Kissing Spines kontraproduktiv sein.
Bespoke-Ansatz
Wie wir dieses Thema lösen.
Alle Bespoke-Modelle haben das Wither Freedom System (WFS) für Widerristfreiheit und eine gleichmäßige Druckverteilung – wichtig, damit kein zusätzlicher Druck auf die empfindliche Wirbelsäulenregion entsteht.
Bei der Modellwahl achten wir auf eine ausreichende Kanalbreite für die Dornfortsatz-Situation Ihres Pferdes.
Die Kammerweite wird über das einstellbare Kopfeisen eingestellt, damit das Gewicht gleichmäßig auf der Längsmuskulatur liegt, ohne die empfindliche Zone zu belasten.
Regelmäßige Nachkontrollen stellen sicher, dass der Sattel auch bei sich verändernder Muskulatur weiterhin optimal liegt.
Fazit
Pferde mit Kissing Spines brauchen keine Kompromisse, sondern konstruktive Präzision. Ein gut passender Sattel mit WFS und einstellbarem Kopfeisen kann den entscheidenden Unterschied machen.
Aus der Praxis der Sattelanpassung bei Pferden mit hohem Widerrist.
Häufige Fragen
Viele Pferde mit Kissing Spines können – nach tierärztlicher Freigabe – mit dem richtigen Sattel und Training schmerzfrei geritten werden. Der Sattel spielt dabei eine zentrale Rolle.
Der Kanal sollte breiter sein, ja. Aber entscheidend ist die Gesamtkonstruktion: Druckverteilung, Schwerpunkt und Kissengeometrie müssen stimmen.
Bespoke beim Fachhändler
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